Der siebte Gingko-Baum an der Europaalle ist eine weibliche Pflanze.

Der weibliche Ginkgo-Baum

Bäume sind wichtig in der Stadt. Insgesamt 76 Ginkgo-Bäume werden an der Europaallee gepflanzt, viele sind schon da. Und eine weibliche Pflanze muss demnächst ersetzt werden.

Im Sommer 2020 wurden die ersten der 76 Bäume gepflanzt. Eine spektakuläre Aktion, wie die Bilder auf der entsprechenden Facebook-Seite zeigen. Die Wahl des Baumes erfolgte mit Bedacht: Ginkgo-Bäume gelten als besonders resistent, was Klima und Umweltverschmutzung betrifft. Wie die damit betrauten Landschaftsarchitekten Krebs und Herde informieren, mussten die Bäume erst in einer holländischen Baumschule auf das gewünschte Mass heranwachsen: «Bereits 2013 wurden die Alleebäume vorselektioniert und haben sich zwischenzeitlich zu eindrücklichen Bäumen mit Stammumfang von 60 cm und einer Höhe von 12 m weiterentwickelt.» Der Baum gilt als lebendes Fossil, das aus dem Mesozoikum (vor 180 Mio Jahren!) stammt.

Die Früchte sehen zwar hübsch aus, riechen aber streng.
Gepflanzt wurden nur männliche Pflanzen, denn die Früchte riechen, platzen sie auf, nach Erbrochenem. Keine einfache Aufgabe, den richtigen Baum auszusuchen, wissen die Landschaftsarchitekten: «Die Bestimmung des Geschlechts beruht auf jahrzehntelangen Beobachtungen von Jungbäumen in Baumschulen. Dabei wurde festgestellt, dass männliche Exemplare gegenüber weiblichen um rund 2 Wochen früher austreiben und im Herbst die Blätter früher fallen lassen.»  Die Selektion war denn auch erfolgreich, bis auf den siebten Baum auf der rechten Seite von der Sihl her gezählt: hier liegen im Herbst Früchte auf dem Boden. Nun soll die Pflanze ausgewechselt werden.

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